[Talk-de] Relationen besser als Tags?

qbert biker qbert1 at gmx.de
Mi Nov 25 08:22:57 UTC 2009


-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Wed, 25 Nov 2009 00:50:05 +0100
> Von: Martin Koppenhoefer <dieterdreist at gmail.com>
> An: qbert biker <qbert1 at gmx.de>
> CC: Openstreetmap allgemeines in Deutsch <talk-de at openstreetmap.org>
> Betreff: Re: [Talk-de] Relationen besser als Tags?

> > Dazu brauchts aber Konzepte und Technik. 'Frei Auge' hat
> > natuerliche Limitierungen. Iterativ wird ab einem bestimmten
> > Niveau nur noch hin und her geschoben, aber wenig verbessert.
> > Sind jedenfalls meine Beobachtungen.
> >
> >
> soweit sind wir m.E. noch praktisch nirgends (von Mirkos Ecke mal
> abgesehen). Erst bei richtig vielen Details, die ja jeweils auch wieder
> Korrekturen des Bestehenden mit sich bringen, wird sich das einstellen.

Das sehe ich etwas anders. Sauber gerade eingetragene Strassen
die so der Realitaet entsprechen, werden z.B. beim nachbessern 
gerne mal in krumme Kurvenstrecken verwandelt. Man muss schon
sehr gut sein, um beim haendischen Reimmalen von Einzelspuren
die urspruengliche konstruktive Basislinie zu erhalten, die
dem ganzen das Gesicht gibt.

Wenn es mal flaechendeckend Bilder in 10cm-Aufloesung als Basis
gibt, laesst sich sowas sauber abzeichenen. Aber in der Stadt
sind die GPS-Fehler um Groessenordnungen groesser als die von
dir angedachte Aufloesung. Willst du tatsaechlich in den
Strassenschluchten der Stadt kleinste Schlenker im Fahrradweg 
aus den GPS-Daten herausfiltern?
 
> ja, aber noch unübersichtlicher geht es kaum. Man könnte auch auf die
> Ways
> komplett verzichten und alles beschreiben, nur: wollen wir das?

Sei doch nicht so sparsam mit Superlativen ;)

Der way ist und bleibt die unverzichtbare Basis, die der
Konstrukeur der Strasse mal angelegt hat. Und warum ein relativ
sparsames Bezugssystem unuebersichtlicher sein soll als ein 
Wald von nodes, ways und relations erschliesst sich mir jetzt 
nicht so ganz. 

> klar, das ist wie bei allen Straßen und Wegen: einen Way in der
> Mittellinie.
> Alles andere ist "falsch", das kein richtig und falsch bezieht sich aufs
> tagging, nicht darauf, wo man die nodes und ways einträgt.

Noe, dass es die Mittellinie ist, ist keine Frage von falsch
oder richtig bei OSM, sondern einfach nur Gewohnheit, denn
es gibt keine Definition dafuer. Ich bin da langgefahren und
habs getrackt, also wirds eben die Mitte sein. Entspechend 
krumm und schief siehts mancherorts aus. Um die Mitte einer
Strasse auch nur mittelmaessig genau aus tracks bestimmen
zu koennen, muss man sie mindestens in jede Richtung einmal
abgefahren haben und ueber beide tracks sauber mitteln. Das 
wird wohl nur auf einen kleinen Teil der gemappten Strassen
zutreffen. 

Die Einbeziehung von geometrischen Tatsachen kann das Mapping
verbessern und da gehoeren Bezugssysteme wie das vorgeschlagene
dazu. Davon bin ich wiederum so ueberzeugt wie du von deiner
Einzelspurabbildung.

Gruesse Hubert

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