[Talk-de] GPS-Genauigkeit prüfen

Heiko Jacobs heiko.jacobs at gmx.de
Sa Dez 18 13:54:26 UTC 2010


Am 17.12.2010 16:49, schrieb Markus:
> Wie kann ich die Positionsgenauigkeit meines Gerätes prüfen?

Spannender finde ich die dynamische Genauigkeit ...

Bing eichen per Passpunkt wurde ja schon an anderer Stelle beschrieben.

Man kann aber Bing auch umgekehrt nutzen, um eigene alte tracks mal genauer
anzuschauen, wie so die eigene Streckengenauigkeit ist.

Ich habe nur in GPS 320 von Magellan. Wer das im Netz suchen will,
mus vermutlich in der prähistorischen Ecke suchen, stammt so von um 2000 rum.
Ist also sicher kein Ausbund an Genauigkeit.
Vor allem hat es die Eigenschaft "nachzulaufen" oder wie auch immer man
das nennen mag.
Wenn ich im Wald Wege mappe, bspw. eine Kreuzung "--+--", und ich komme von
links und biege nach unten ab und komme später von rechts und biege nach
oben ab, dann sieht das als track später ungefähr so aus: "--\ \--", d.h.
noch vor der Kreuzung biegt die Spur nach unten bzw. oben ab, als hätte
ich zwei Einmündungen.
Bzw. wenn ich von links nach rechts und später von oben nach unten laufe
und auf der Kreuzung zwei Landmarken setze, liegen die später vor der
Kreuzung.
Ich kenne diese Macke ja nun und kann mich drauf einstellen, indem ich
die Kreuzung "nach Gefühl" etwas später setze als es mi der track anzeigt.
Im Wald, wo hier trotz hoher Mapperdichte noch viele Wege fehlten,
fällt das eh nicht so auf ...

Ich weiß nicht, ob modernere Geräte auch noch solche Eigenschaften haben
bzw. in welchem Umfang, aber man müsste das gut sehen können, wenn man die
tracks über Luftbilder legt. Selbst wenn diese einen Versatz zur Realität
haben, erkennt man doch, ob die eigene Umrundung eines Carrées quadratisch,
praktisch, gut ist oder sich versucht, der Kreisform anzunähern ... ;-)
Man kann so ein Gefühl dafür entwickeln, wie sehr man dem eigenen
Empfänger trauen kann bzw. wie man dessen tracks zu nehmen hat.

Ich glaube, der Ansatz ist vielversprechender als die Punktgenauigkeit
auf freiem Acker zu kennen und daraus messerscharf zu schließen, dass
man die tracks später 1:1 abmalen kann, ach was, sie einfach original
zu konvertieren, wie es einige Editoren anbieten, und so als den wahren
Weg zu verkaufen ... ;-)

Gruß Mueck





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