[Talk-de] Konzept für die Gruppierung von ways ( ähnlich Linienbündel; Problem von drehenden ways bei =?iso-8859-15?q?_forward/backward?=)

steffterra steffterra at me.com
Do Jul 29 21:15:07 UTC 2010


Am 29.07.2010 um 21:09 schrieb Tobias Knerr:

> Am 29.07.2010 16:59, schrieb steffterra:
>> 
>> Am 28.07.2010 um 23:38 schrieb Tobias Knerr:
>>> Wenn ich
>>> zwei der "Richtungsways" verbinde und diese widersprüchliche Tags haben,
>> 
>> welche Widersprü+che meinst du denn? forward-backward kann es ja nicht sein, da diese attribute ja nicht mehr nötig sind.
> 
> Wie du später selber sagst, so etwas wie
> maxspeed=50 und maxspeed=60 für dieselbe Fahrtrichtung.
> Nach der Vereinigung kann nur eines davon zutreffen,

Nein, es kann auch zutreffen, dass ab dem Verbindungsnode die neue Geschwindigkeit gilt. Aber es ist dann keine Unterscheidung mehr, zwischen zwei maxspeed:backward-Tags sondern zwischen zwei maxspeed-tags, bei denen klar ist, auf welcher Straßenseite es gitl. Beim backward-key weiss man das nicht, da der way ja falsch gedreht worden sein könnte. Letzteres gibt es aber nicht in meinem Gruppierungs-Modell.

> und welches das ist
> kann nur der Mapper entscheiden.

Er kann es aber leichter entscheiden, wenn er davon ausgehen kann, dass die Richtigkeit der Tags nicht von einem potentiell falsch gedrehten way wieder zunichte gemacht werden könnte. Er kann sich einfach sicher sein, dass auf der richtigen Seite getaggt wurde. Also eine Minimierung der Unsicherheitsfaktoren.

>>> Wenn die Tags *nicht* widersprüchlich sind, könnte das der Editor das
>>> jetzt auch schon erledigen. (Beispiel wären zwei Ways mit
>>> entgegengesetzter Richtung, einer mit maxspeed:forward=60 und einer mit
>>> maxspeed:backward=60.)
>> 
>> Ich glaube Du hast es wirklich falsch verstanden, oder das Eingangsposting nicht richtig gelesen. In der 3-letzten mail von mir standen auch 5 Beispiele, wie im Gruppierungs-Modfell getaggt wird.
> 
> Nun, ich glaube, dass du *mich* falsch verstehst. ;-) Lies mein Posting
> doch einfach mal unter der Annahme, dass ich dich im Großen und Ganzen
> verstanden habe, und dass ich Formulierungen wie "jetzt auch schon"
> bewusst verwende.

:-) Habe ich. Ich versuche immer unvoreingenommen zu sein. Des weiteren bin ich durchaus fähig selbstkritisch mit meinem Modell umzugehen und wäre schon zufrieden, wenn ein anderer Vorschlag daraus entstünde, der die Problematik effektiver und schneller lösen könnte. Ich kämpfe ja hier nicht und schon gar nicht um jeden Preis mit einem Brett vor dem Kopf :-)

> Ich rede im zitierten Absatz nämlich nicht über dein Modell, sondern das
> aktuelle mit :forward/:backward-Suffix.

Ich weiss :-)

>>> Also: Vereinigungen erfordern nur bei widersprüchlichen Angaben an den
>>> Teilen manuelle Eingriffe, und diese manuellen Eingriffe sind bei jedem
>>> Modell notwendig.
>> 
>> Bei diesem eben nicht, was ja einer der Vorteile ist. ;-) Widersprüchliche Angaben bei der Vereinigung von "Richtugnsways" aus meinem Modell könnten höchstens sein, dass die zu vereinenden Richtungsways unterschiedliche Werte ihrer Tags haben, Also z.b. maxspeed=50 und der andere maxspeed=60 (nochmal zur Erinnerung: beide auf der gleichen Seite der Straße). Dann kann man vereinigen, sollte aber überprüfen, was die Wirklichkeit sagt. Aber das gilt auch jetzt schon bei einem way, ohne richtungsabhängige Unterschiede.
> 
> Eben: Die Fälle, wo der Mapper in deinem Modell bei Vereinigungen selber
> entscheiden muss, gibt es auch jetzt schon. Aber das gilt auch
> umgekehrt: Was in deinem Modell automatisch möglich wäre, ginge auch
> jetzt schon automatisch.

Nein, da die unsicherheit besteht, dass der way zwischenzeitlich einmal aus Versehen gedreht wurde und die JOSM-Warnmeldung mangels Kenntnis missachtet wurde. Die Unsicherheit im generellen Umgang mit left/right und forward/backward erlebt man ja schon, wenn man die Argumente hier teilweise (nicht Deine) hier liest. Teilweise wurde nicht verstanden, dass backward/forward nicht das gleiche wie links/rechts ist, etc... Das zeigt, dasss das System im Grunde schon recht schwierig für manche ist. Dann kommt noch die Komponente dazu, dass der way aus den verschiedensten Gründen auch durch andere Editoren gedreht werden könnte, die keine Warnung oder ein automatischen Drehen der Tags ermöglichen. Wenn man aber einen way für jede Richtung einer Straße hat, dann passiert das erst gar nicht.

> Wenn du das anders siehst, nenne doch mal ein Beispiel, bei dem
> Vereinigungen beim :forward/:backward-Modell zwangsläufig (also nicht
> nur aufgrund von Unzulänglicheiten aktueller Editoren) einen manuellen
> Eingriff erfordern, der durch dein Modell überflüssig würde.

Alleine durch die Tatsache, dass durch die Lage der ways klar wird, welche Fahrbahnseite gemeint ist, werden viele Fehlerquellen ausgeschlossen. Ausserdem ist es eine natürlichere Abbildung der Wirklichkeit, als die Abstraktion durch die Tags, die auch noch von einem anderen Faktor (Richtung des ways ansich) abhängig sind, was sich zudem auch noch ändern kann. In meinem Modell ist der way da, wo er ist. Eindeutig durch die Koordinaten festgelegt.
Ein Beispiel ist natürlich das Drehen der way-Richtung, das ich als Hauptursache für potentielle Probleme sehe. Die way-Richtung ist schlichtweg "wurscht" in meinem Modell, da die Tags auf dem (one)way sind, wo sie auch in Wirklichkeit sind: auf der Fahrbahnseite, die es betrifft.
Ein anderes Beispiel ist das Erstellen der Tags. Schon beim erstellen muss man gen au darauf achten, dass man keinen Fehler macht, und nicht fälschlicherweise z.B. ein autocomplete von :backward übernimmt, wenn man eigentlich :forward taggen wollte. Das gleiche gilt noch mehr für links und rechts - aus welcher Richtung ist es links - wie ist links in Wirklichkeit und wie bei der aktuellen Richtung des ways? Bei meinem Modell ist es von Anfang an klar:  der Radweg verläuft in dieser Richtung der Straße und nicht in der Gegenrichtung. Man kann sich durch seine Reale Lage des ways sogar an umliegenden Objekten orientieren. Der Radweg ist auf der Straßenseite wo der Bäcker ist auf der anderes Straßenseite ist ja ein Fluss, da war kein Radweg.... etc.
Beim forward/backward/links/rechts-Modell muss man erstmal schauen: wenn ich auf der Seite des Bäckers lang laufe und dabei die Straße links vom Bäcker liegt - ist das dann in Richtung des eingezeichneten way, oder ist er anders herum gedreht?
Was mache ich, wenn ich dabei merke, dass ich manche Sachen vielleicht falsch herum getaggt habe? Dann drehe ich den way, ohne dass die tags vom way mitgedreht werden - hmm was ist wenn vorher schon andere richtungsabhängige Tags verwendet wurden ... Alles kein Problem, wenn man direkt an der Straßenseite taggt, die durch einen eigenen way repräsentiert wird.

Gruß, steffterra



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