[Talk-de] Wohngebiete landuse=residential und ihr Bezug zu =?iso-8859-1?q?Stra=DFen?=, einheitliche Erfassung (war Re: wieder mal - Flächen und Wege)

Martin Koppenhoefer dieterdreist at gmail.com
So Aug 28 15:28:02 UTC 2011


Am 28. August 2011 16:46 schrieb Martin Koppenhoefer <dieterdreist at gmail.com>:
> Am 28. August 2011 15:59 schrieb Frederik Ramm <frederik at remote.org>:
>> und selbstverstaendlich
>> auch die Strassen. Auf keinen Fall ist das landuse=residential an jeder
>> Strasse zu unterbrechen!
> ...Ich finde es nach
> wie vor ungewöhnlich, Straßen in die Landnutzung der erschlossenen
> Gebiete mit einzubeziehen


und es ist auch eine Abweichung von dem, wie es normalerweise gemacht
wird. Siehe z.B. die einschlägigen Gesetze im Baugesetzbuch (BauGB)
und BauNutzungsverordnung (BauNVO), dort sind Verkehrsflächen jeweils
strikt getrennt von Grundstücksflächen:
BauGB
§ 9 Inhalt des Bebauungsplans
11. die Verkehrsflächen sowie Verkehrsflächen besonderer
Zweckbestimmung, wie Fußgängerbereiche, Flächen für das Parken von
Fahrzeugen, Flächen für das Abstellen von Fahrrädern sowie den
Anschluss anderer Flächen an die Verkehrsflächen; die Flächen können
auch als öffentliche oder private Flächen festgesetzt werden;
§30
(1) Im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, der allein oder gemeinsam
mit sonstigen baurechtlichen Vorschriften mindestens Festsetzungen
über die Art und das Maß der baulichen Nutzung, die überbaubaren
Grundstücksflächen *und die örtlichen Verkehrsflächen* enthält, ist
ein Vorhaben zulässig, wenn es diesen Festsetzungen nicht widerspricht
und die Erschließung gesichert ist.

BauNVO §1, (1)-(3) gibt für Flächennutzungspläne und Bebauungspläne
einen Katalog an die Hand, bezieht sich dabei aber nur auf "für die
Bebauung vorgesehenen Flächen". Es gibt aber trotzdem Anhaltspunkte,
z.B.
§19,
(3) Für die Ermittlung der zulässigen Grundfläche ist die Fläche des
Baugrundstücks maßgebend, die im Bauland und hinter der im
Bebauungsplan festgesetzten Straßenbegrenzungslinie liegt. Ist eine
Straßenbegrenzungslinie nicht festgesetzt, so ist die Fläche des
Baugrundstücks maßgebend, die hinter der tatsächlichen Straßengrenze
liegt oder die im Bebauungsplan als maßgebend für die Ermittlung der
zulässigen Grundfläche festgesetzt ist.
(4) Bei der Ermittlung der Grundfläche sind die Grundflächen von
1.Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten,
2.Nebenanlagen im Sinne des § 14,
3.baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das
Baugrundstück lediglich unterbaut wird,
mitzurechnen.

Da bereits das Baugesetzbuch Verkehrsflächen explizit als geforderten
Inhalt erwähnt ist klar, dass diese nicht zu den Nutzungen nach BauNVO
gezählt werden.

Was ist der Vorteil, wenn wir es in OSM anders machen?

Betrifft das hier bisher geschriebene nur landuse=residential, oder
kann man das auf alle landuses ausdehnen?

Das Wiki schreibt übrigens ziemlich klar [1]:
"There are users advocating both ways of whether or not to draw the
boundaries along the highways or as new nodes next to the road, so
neither is yet strictly invalid.
If you had access to land parcel data, you'd draw the ways with
landuse=residential along the parcel edges, which are (mostly anyway)
some distance away from the road centerline, i.e. behind the
sidewalk."

ganz so "selbstverständlich" scheint der Fall nicht zu sein in OSM.

Gruß Martin

[1] http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Tag:landuse%3Dresidential




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