[Talk-de] Aktuelle ODbL Küstenlinien und neuer OSM-Inspector Coastline View

Jochen Topf jochen at remote.org
Mo Sep 17 07:58:33 UTC 2012


On Mon, Sep 17, 2012 at 12:18:08AM +0200, Martin Koppenhoefer wrote:
> Am 16.09.2012 um 23:21 schrieb Jochen Topf <jochen at remote.org>:
> 
> > weil es nur wenige Wasserflächen innerhalb
> > der Kontinente gibt, die als Küstenlinie getagged sind (üblicherweise tagged
> > man sowas als See). Das wird aus historischen Gründen nur für einige sehr
> > grosse Seen gemacht.
> 
> 
> Wie ist hierzu (Ufer großer Binnenseen als  coastline) denn die allgemeine Meinung? Mir ist aufgefallen, dass es im Laufe der letzten Jahre immer weniger von diesen Binnenseen gibt, die als coastline getaggt sind. Das führt In vielen Mapnikkarten im Low-Zoom-Bereich zu einer schlechteren Darstellung. Andererseits ist das Tag laut derzeitigem Wiki nur für maritime Küsten zu verwenden: The natural=coastline tag is used for identify themean high water spring line along the coastline at the edge of the marine environment.
> Das Wörtchen maritim wurde allerdings erst im Juni 2012 dort ergänzt und ersetzte 
> boundary between the sea and the land, and also between the sea and rivers

Das ganze stammt noch aus einer Zeit als es keine Multipolygone gab. Da war
es schlicht unmöglich größere Binnengewässer einzutragen, wenn man das nicht
mit dem Spezialfall natural=coastline gemacht hat. Eigentlich sollt das
heute passe sein. Es gibt m.E. nur einen Fall, wo ein Meer nicht mit dem
"globalen Ozean" verbunden ist, nämlich das Kaspische Meer. Das ist eigentlich
allgemein als Meer anerkannt.

Bei allen anderen Fällen, insbesondere auch den Großen Seen in Nordamerika,
handelt es sich um Seen und die sollten auch so getagged werden. Allerdings
finde ich das okay, wenn man erstmal mit diesen paar Ausnahmen lebt. Es wäre
relativ viel Arbeit das sauber umzustellen und die Handhabung großer Relationen
ist so mühsam und fehlerträchtig, dass es vielleicht besser ist, erstmal beim
Bewährten zu bleiben.

Unklar ist auch, wie man Fälle handhabt, wo das Meer z.B. hinter einer Nehrung
liegt. Solange es einen Durchgang vom Meer zum Wasser hinter der Nehrung gibt,
ist ja alles okay, aber was ist, wenn das durch einen Damm abgeschlossen wurde.
Als "Laie" würde ich das entstehende Gewässer eventuell noch dem Meer zuordnen
und solche Fälle sind auch ein paar zu finden.

Letzlich ist das alles nicht so wichtig. Die Software muss mit diesen Fällen
zurecht kommen, weil es sieht halt gibt.

Jochen
-- 
Jochen Topf  jochen at remote.org  http://www.remote.org/jochen/  +49-721-388298




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