[Talk-de] Umfrage (Entwurf) zu Kleben von Landnutzungsflächen an Straßen

Martin Koppenhoefer dieterdreist at gmail.com
Fr Jul 10 08:02:25 UTC 2015



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> Am 09.07.2015 um 19:36 schrieb Christoph Hormann <chris_hormann at gmx.de>:
> 
> Mit dem Aufkommen von 3D-Spielen und Hardware-3D-Rendering begann man 
> dann, alles in explizite Dreiecksmodelle zu gießen - bis die Leute 
> irgendwann bemerkten, dass das zwar für die Darstellung (den Renderer) 
> enorm praktisch ist, weil die 3D-Hardware sowieso nur Dreiecke zeichnen 
> kann, für den Ersteller und Bearbeiter der Modelle (den Mapper) und 
> seine Werkzeuge jedoch extrem unpraktisch und einschränkend, solche 
> Modelle zu animieren war zum Beispiel sehr schwierig und sah am Ende 
> meist recht bescheiden aus.  Man ging in Folge dessen über die Jahre 
> wieder deutlich stärker zu parametrischen oder impliziten 
> Beschreibungsformen zurück.


kann man nicht ganz vergleichen, Du sprichst erst allgemein von 3D, dann aber von animierten Modellen (z.B. Figuren), die sind aber grundverschieden von z. B. Architekturmodellen, und auch da muss man unterscheiden zwischen dem Gebäude (wo alles "genau" sein sollte) und z.B. Bäumen (die nur gut aussehen müssen, aber nach Belieben verschoben und verbogen werden können). Es kommt immer auf den Zweck an, ein Modell das 3D gefräst werden soll oder für eine Spritzgussform dient (z.B.) wird anders gemacht und folgt anderen Regeln und Anforderungen als eines das in einen Film montiert werden soll.

Auch die Art des Modellierens spielt eine Rolle: wenn Du per boolscher Operationen Körper verbinden willst, brauchst Du am besten mathematische Beschreibungen dieser Körper (parametrisches Volumen-Modell), während zur Modellierung "von Hand"  Dreiecksnetze oder NURBS basierende Geometrie das Mittel der Wahl sind. 

Um unsere Umwelt parametrisch zu beschreiben (z.B. Gehwegbreite, Straßenbreite, Platzform) ist das Datenmodell noch nicht ausgereift genug, so kann man derzeit weder angeben, ob eine Ecke wirklich eckig ist, oder vielleicht rund, oder wie der Übergang von unterschiedlichen Breiten ausgebildet ist (Stufe, linear, ggf. Kurve und deren jeweilige Steigung/Spannung). Wenn man das mal können sollte, dann wird sehr wahrscheinlich die explizite Modellierung trotzdem einfacher und intuitiver sein für die Mapper verglichen mit implizierter Geometrie, vor allem weil man die Teile ja auch verbinden will oder eben auch nicht verbinden darf, je nach Situation.

Insgesamt beziehe ich mich oben fast ausschließlich auf Städte und Dörfer, mitten in der Pampa werden wir vermutlich nie flächendeckend Straßenflächen bekommen oder benötigen, ganz sicher kann man sich beim Engagement der Mapper allerdings nicht sein ;-)

Gruß 
Martin






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